Fördermöglichkeiten für Start-Ups – Diese Möglichkeiten haben Existenzgründer

Vielfältig sind die Fördermöglichkeiten für Start-Ups. Kein Wunder, bescheren sie ja Arbeitsplätze und Steuereinnahmen – und machen den Staat weniger abhängig von Großunternehmen. Für Studenten gibt es das EXIST-Gründerstipendium, und das hat es in sich: für maximal ein Jahr gibt es bis zu 3.000 € monatlich für den Lebensunterhalt, bis zu 30.000 € für Sachausgaben und weitere 5.000 € für Coachingmaßnahmen.

Dies kann die entscheidende Hilfe sein, wenn Sie eine Innovation lieber selbst vermarkten möchten. Auch ALG II-Empfänger können sich fördern lassen, für sie gibt es das sog. Einstiegsgeld, das individuell bemessen wird. Nicht das selbe ist der Gründungszuschuss, der für ALG I-Empfänger gedacht ist: hier erhält man bis 15 Monate lang 300 Euro pro Monat für die soziale Absicherung.

Auch hat der Staat erkannt, dass besonders in der Startphase eine kompetente Beratung wichtig ist, was die Erfolgschancen erhöht. Er übernimmt bei einigen Beratern einen großen Teil des Beratungshonorars. Diese Beratung kann z. B. die Erstellung eines Businessplans sein, aber auch andere Hilfsleistungen können darunter fallen.

Spezielle Förderprogramme

Der High-Tech-Gründerfonds (HTG) wurde speziell für die Bedürfnisse von High-Tech-Unternehmen gegründet. Neben der wichtigen pekuniären Seite zählt hier vor allem das Netzwerk, das dahinter steht. Namhafte deutsche Firmen wie Siemens, Deutsche Telekom, Carl Zeiss, Daimler, Robert Bosch und BASF – und der Fonds ist über 500 Mio. € schwer.

Außerdem gibt es von der KfW-Bank für Gründer, Selbständige und andere Entrepreneure geförderte Kredite. Diese sind wesentlich zinsgünstiger als bei der Bank, bieten tilgungsfreie Anlaufjahre und können zum Teil auch bei fehlender Eigenkapitalbasis bewilligt werden. Der Klassiker sind die Business Angels, von denen es auch in Deutschland immer mehr gibt. Das sind vermögende Privatpersonen (häufig aus der Wirtschaft), die nicht nur Kapital einsetzen. Im Gegenzug zu Anteilen an der Firma.

Sondern sie bringen auch konzentrierte Beratungskompetenzen mit ein. Im weiteren Sinne zählen dazu spezielle Inkubatoren-Programme spezialisierter Wagniskapital-Firmen, aber auch Generalfinanzierer sind darunter, die ihr Engagement streuen wollen. UND (was nur wenige wissen): diese können durch das INVEST-Programm von der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) bis zu 20 Prozent des eingesetzten Kapitals zurück erhalten.

Für Start-Ups in der Wachstumsphase

Aber auch Start-Ups, die sich schon gegründet haben und nun in die Wachstumsphase eintreten, können weiter gefördert werden. Dazu gehört der Mikromezzaninfonds, die zusätzliches Eigenkapital bereit stellen (bis zu 50.000 €). Das erhöht die Chance, einen Kredit zu erhalten.

Dieser Fonds richtet sich in erster Linie an ausbildende Betriebe, solche, die aus der Arbeitslosigkeit heraus gegründet werden, die von Frauen geführt werden oder von Menschen mit Migrationshintergrund. Dieser Schritt geht dann fließend über in das traditionellen Mezzaninkapital, ein Thema für schon „erwachsenere“ Unternehmen.